Politik & Co.

    • Man sollte Zeitarbeit im Sinne von Saisonarbeit bitte nicht mit Zeitarbeitsfirmen verwechseln die als Vermittler der neuen Lohnsklaven fungieren. Zeitarbeit hat es schon immer gegeben. Das bringen manche Branchen nun mal so mit sich. Es macht einfach keinen Sinn im Winter Gurken sammeln zu wollen.
      Die Arbeitslosenstatistiken sind doch absolut irrelevant und verlaufen Wellenförmig. Arbeitslose und Sozialhilfe Empfänger werden in einen Topf geworfen und die Zahl steigt. Ost und West zusammen. Die Zahlen steigen. Einführung von Minnijobs und Teilzeit und schon sinken die Zahlen.
      Nochmal. Wir haben zu den Arbeitslosen 4 Millionen in Deutschland die nicht in Vollzeit arbeiten.
      Klar ist das besser als gar nicht zu haben, aber auf Dauer keine Lösung sondern nur eine Schönheitsoperation an der Arbeitslosenquote.
      Mal abgesehen davon das diese Zahlen ohnehin Humbug sind.
      Man darf gerne noch ein paar Kleinigkeiten hinzurechnen.
      Die Alten Säcke die nun das 58 Lebensjahr erreicht haben fallen ganz einfach aus der Statistik da die als nicht mehr vermittelbar gelten. Ist doch logisch oder?
      Einen Vorteil hat die Sache dann aber doch, wen man über 58 ist. Man wird nicht mehr mit der zweiten Maßnahme der Schönrechnung konfrontiert.
      Die Maßnahmen.
      Jeder der Arbeitslos ist, kommt irgendwann in den Genuss einer Maßreglung.....Maßnahme. (mein Fehler)
      Da er nun damit beschäftigt ist einen Kurs zum Papierfalten zu ablolvieren oder ein halbes Jahr übt Bewerbungen zu schreiben, ist er beschäftigt. Verstanden? Jemand der gerade beschäftigt ist, ist logischerweise nicht arbeitslos. Absolut nachvollziehbar.
      Ach ja. Und kranke Arbeitslose sind auch raus aus der Statistik. Sie sind schließlich krank.
      Ähh... Kranke können nicht arbeiten und stehen dem Arbeitsmarkt also erst gar nicht zur Verfügung.
      Auch vollkommen logisch.
      Ich bin auf den Kunstgriff schon gespannt wen die Flüchtlinge in ein paar Jahren in die Statistik einfließen. Ich hoffe nur, das wir intelligente Politiker haben, die es schaffen sie aus unseren schönen Zahlen auszuradieren. Ich bin da aber sehr hoffnungsvoll.
      Ich stimme @Sleepy zu das jeder die Chance nutzen sollte sich weiterzubilden.
      Es ist ein langer Weg der sich aber lohnen kann. 1 Jahr Abendrealschule, 3 Jahre Abitur in Vollzeit und wer dann will, noch ein Studium. Aus meinen eigenen Bekanntenkreis haben auch einige diesen langen Weg gewählt. Ich würde auch jeden dazu aufmuntern. Jeden? Nicht jeder schafft es aufgrund seiner Situation ( er muss zb. Arbeiten und ein gewisses Einkommen erwirtschaften usw. usw)
      Zum Schluss noch ein utopisches (nicht ernstzunehmendes) Beispiel das aufzeigen soll, das die Bildung für einen Einzelfall von Vorteil ist, aber in ihrer Gesamtheit nur noch eine Milchmädchenrechnung ist.
      Jeder Arbeitslose in Deutschland hört auf Sleepys Worte und lässt sich auch von mir bekehren etwas zu studieren.
      Dann hätten wir nach Abzug der offenen Stellen (angenommen die Zahlen blieben stabil)
      keine 1598000 Arbeitslose mehr. Wir hätten dann 1598000 arbeitslose Akademiker.
      Wen die dann anfangen bessere Preise für die Saisonarbeit auszuhandeln (Schlau wie sie sind.) würden die Preise für die Gürkchen in schwindelerregende Höhen getrieben werden.
      Ergo. Es wäre eine Katastrophe.
      Wie war noch mal das eigentliche Thema? :)
      Ich geh jetzt lieber schlafen. :)
      Ps: @VieleKekse
      Ich bin in Afrika geboren und für 300 Euro lässt man dich vielleicht in meiner Geburtsstadt dafür in einer Garage übernachten. Aber ich weiß was du meinst und da hast du generell recht. :)
    • Das lustige wäre auch mit so vielen arbeitslosen Akademikern wird die Wirtschaft sich sehr wahrscheinlich über einen Mangel an Fachkräften beklagen. Um die gesamte Nachfrage an Fachkräften restlos zu befriedigen müsste man die Arbeitslosen in Deutschland verteilen und genau dorthin schicken wo man sie braucht.
      Wobei ich auch ein bisschen den Verdacht habe dass die Wirtschaft sich aus Prinzip beklagt. Damit der Staat sich stehts bemüht um möglichst viele in Ausbildung und Studium zu schicken. So können sie im Idealfall aus einer großen Masse an Bewerbern auswählen. Wenn es nicht genug Stellen gibt werden die gut ausgebildeten Leute dazu tendieren für weniger Geld zu arbeiten und auch eifrig viel Stress und Überstunden in Kauf nehmen.
      Ich würde jedenfalls nicht erwarten dass es irgendwann aus der Wirtschaft heißt "Förderung kann eingestellt werden, wir haben mehr als genug Fachkräfte".

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    • Richtig @sehrwitzig

      Nun ist natürlich die Frage wie man Statistiken auslegt. Maßnahmen gibt es ja nun auch nicht erst seit gestern schon eine ganze weile.
      Mag ja auch sein das die Arbeitslosen Zahlen in Wirklichkeit viel höher sind je nach wie man rechnet.

      Fakt ist dann doch aber trotzdem: Wenn die Arbeitslosen Zahlen sinken, gibt es in Deutschland mehr Erwerbstätige die nicht in Maßnahmen arbeiten. Es ist ja nicht so das ständig neue Ausreden oder Wege erfunden werden um die reale Zahlen zu verschleiern.
      Vergleicht man also die Zahlen mit den Zahlen vor 5 jahren, so hat man trotzdem eine Vorstellung davon ob es uns nun besser oder schlechter geht wie vor 5 jahren.

      Man auch auch einfach das dem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf gehen den diese Zahl kann man auf jeden Fall mit jedem anderen Europäischen Land vergleichen.

      Es sind ja auch nicht einfach nur Fachkräfte nötig sondern Fachkräfte in den jeweiligen Branchen.
      Hätten wir lauter Akademiker dann frage ich mich was dann ein Haarschnitt kostet wenn der Mindestlohn auf 15 Euro liegt.
      Wenn ihr 15 Euro pro Stunde verdient, dann verdient dann jeder in Deutschland. Die Preise an Tankstellen, beim Bäcker in der Gaststätte könnt ihr euch dann sehr gut ausrechnen.
      Von Euren 15 Euro bleibt dann nicht mehr viel übrig und wir sind genau so weit wie Jetzt.

      Die gesamte Wirtschaft richtet sich IMMER nach Angebot und Nachfrage und danach richtet sich Weltweit alles.

      Als ich einige Zeit in den USA war: Florida hab ich gelernt dass dort jeder einen Pool hat, jeder einen Jetski, jeder zwei Autos und ein riesen Holzhaus. Dies ist der Lifestyle in Miami man verdient extrem viel aber hat auch extrem hohe Erwartungen was diesen Lifestyle angeht.
      Da wo ich gewohnt habe stellt man keine Mausefalle auf um eine Maus zu fangen, nein man ruft einen Kammerjäger. Man hat einen Poolboy der das Laub aus dem Pool fischt.
      Man hat 2 oder 3 Jobs um sich das alles leisten zu können. Das ist doch verrückt oder ?

      Wir in Deutschland sind da ganz ähnlich vielleicht nicht so Krass wie in den USA. Wir haben zwar keinen Pool aber dafür ne richtig gute Krankenversicherung um die uns jedes andere Land beneidet. Wir wissen es gar nicht zu schätzen wie viel ein Krankenhaus Aufenthalt kostet wenn wir das selber bezahlen müssten.
      Unserem Rentensytem mag es im Moment vielleicht nicht so gut gehen aber da unser Rentensystem ein Umlagesystem ist wird es sich früher oder später auch wieder erholen. (Es wird immer nur soviel ausgezahlt wie sich im Pot befindet)
      Im Moment gibt es wenige Kinder ergo Zahlen wenige Leute in die Krankenkasse ein den es gibt viele Alte Menschen. Mathematisch gesehen gibt es also im Moment eine umgekehrte Pyramide mit wenigen Jungen Menschen die viele alte Menschen finanzieren.
      Wenn die vielen alten irgend wann weg gestorben sind, so gibt es irgend wann (die wenigen) junge Menschen die nun alt sind. Also wenige Alte Menschen. Und ein Zahl X an jungen neuen Menschen die die alten finanzieren.
      ich denke es ist nicht davon auszugehen das die Bevölkerung in Deutschland auf 0 sinkt! Und genau deswegen wird es uns früher oder später wieder besser gehen.

      Ich finde wir sollten einfach mehr vertrauen in die Politik haben :thumbup:
    • @Killerzerg
      So jetzt missbrauche ich das hier wirklich zum letzten mal.
      (Hättest (oder hast) aber auch damit rechnen können. :) )

      Sleepy schrieb:

      Als ich einige Zeit in den USA war: Florida hab ich gelernt dass dort jeder einen Pool hat, jeder einen Jetski, jeder zwei Autos und ein riesen Holzhaus

      Ähm, ich gehe jetzt mal ganz schwer davon aus das das auch ironisch gemeint ist. Ich habe Bekannte in Florida und die sehen die Sache wohl etwas anders. Die liegen auch nicht im eigenen Pool herum.
      Man kann in Amerika definitiv mit der richtigen Idee besser und schneller Geld verdienen.
      Ein Bekannter von mir ist in die Staaten gegangen samt seiner Ideen und angefangenen Firma.
      (spezielle Hebebühnen für Autos (mit Patent)) Der verdient ziemlich gut.
      Auch in Miami hat wirklich nicht jeder einen Jetski. :)
      1981 war die Leichenhalle Miami beispielsweise derart überfüllt, dass mobile Kühlwagen die erschossenen Opfer von der Straße aufnehmen mussten. (Quelle Wiki)
      Auch dort glänzt nicht alles. Es ist durchaus normal in Amerika 2-3 Jobs gleichzeitig zu haben, aber bestimmt weniger um sich den Poolboy leisten zu können, sondern um zu überleben.
      Was aber Amerika in seiner Gesamtheit betrifft. Die sind de facto Pleite. Egal wie viele Superreiche die haben. Es fehlen locker 125 Milliarden Dollar. Da stehen wir noch besser da.
      Ich habe auch Bekannte aus Afrika in Frankreich, die von ihrer Verwandtschaft in Afrika genervt werden. Sie sollten doch bitte für jeden der Verwandten einen Fernseher mitbringen. Als würden die Dinger in Europa auf den Bäumen wachsen. :) So haben verschiedene Menschen auch verschiedene Ansichten über andere Länder.
      In Amerika gibt es aber Investmentfirmen die Jungunternehmer unterstützen. Deren Rechnung ist recht einfach. Man verteilt zb. 10 Millionen an 10 verschiedene Startupunternehmen. 9 gehen den Bach runter und mit der zehnten wird Gewinn gefahren.
      Stell dir mal vor (oder probiere es mal aus) du gehst zu irgend einer deutschen Bank und beantragst einen Kredit für ein neues Horror Survival Spiel. (ohne jede Sicherheit)
      Da kannst du froh sein wen sie dich nur höflich hinaus bitten. (Wen die noch ein paar blutverschmierte Zomies sehen, begleitet dich das SEK hinaus.) :)
      Das hat aber sogar schon Helmut Kohl beklagt. (Das ich den mal erwähne :) )
      Dafür gibt es zum Glück mittlerweile Kickstarter und Crowdfounding Klamotten.
      Im Prinzip mache ich mir nur Sorgen bei den ganzen Minnijobs, das wir in amerikanische Verhältnisse abgleiten.
      So das war es jetzt aber wirklich. :D


      Ps. Die meisten Amis sehen aber nicht den Staat in der Pflicht, was die soziale Sicherheit angeht. Jeder ist für sich selbst verantwortlich.
      So sehe ich das (für mich persönlich) auch mit der Rente. Entweder ich habe etwas angehäuft oder man verlässt sich Blind auf den Staat.
    • sehrwitzig schrieb:

      Man kann in Amerika definitiv mit der richtigen Idee besser und schneller Geld verdienen.
      Richtig, weniger Bürokratie dort kann man ja sogar ein Gewebe übers Internet anmelden ohne auf Ämter rennen zu müssen oder seitenlange Papiere auszufüllen. Dass macht aber Amerika nicht besser.

      Also ich war in Delray Beach und hab das so alles miterlebt. Das war jedenfalls mein Eindruck. Sicherlich ist es dort nicht überall so.

      sehrwitzig schrieb:

      Auch dort glänzt nicht alles. Es ist durchaus normal in Amerika 2-3 Jobs gleichzeitig zu haben, aber bestimmt weniger um sich den Poolboy leisten zu können, sondern um zu überleben.
      Ja siehste sowas gibts in Deutschland nicht. Die Menschen dort haben ja teilweise schlechte Zähne weil sie sich den Zahnarzt nicht leisten können. Wie den auch ohne Krankenversicherung.

      sehrwitzig schrieb:

      So sehe ich das (für mich persönlich) auch mit der Rente. Entweder ich habe etwas angehäuft oder man verlässt sich Blind auf den Staat.
      Jeder ist für seine Rente selber verantwortlich, sicherlich ist es einfacher sich auf andere zu verlassen und zu hoffen das der Staat sich um einen kümmert. Der Staat ist nicht für unser Wohlergehen verantwortlich oder das man mit 70 jedes Jahr 2 mal in den Urlaub fliegen kann.
      Wer nichts in die Rente einbezahlt weil er sein ganzes Lebenlang entweder nichts oder nur Minijobs gemacht hat, der ist selbst dafür verantwortlich.
      Ein verknüftiges Einkommen ist in unserer Gesellschaft eben wichtig und dafür ist jeder selber verantwortlich.
    • @Killerzwerg
      lol. Ein bisschen größer ist das schon, hat aber auch eine recht hohe Kriminalitätsrate.
      Man muss das mal so sehen . Da ist eine Amerikanische Reisegruppe mit ihrem typischen Programm. Oktoberfest, Besuch auf Neu Schwanstein usw. Nur einer ist so blöd und steigt versehentlich in einen Zug der deutschen Bundesbahn und kommt natürlich nie da an wo er hinwill. …..
      zb landet er in Duisburg-Marxloh.
      Also in einem deutschen Viertel mit einer Arbeitslosenquote von 20% und einer Bevölkerung von der mehr als 60% einen Migrationshintergrund haben. Ein drittel der Leute bekommt Hartz 4 und die Gegend ist gerade bei der Politik ein beliebter Ort um dort zusätzlich Flüchtlinge zu „intergrieren“.
      Ist ja auch egal. Man kann nur schwer davon ausgehen das gerade dieser Ami ein etwas anderes Bild von Deutschland mit nach Hause nimmt als seine Kollegen die sich das deutsche Bier in den Kopf hauen. :D :D :D
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